Zur Startseite Landschaftsverband Rheinland (LVR) | Qualität für Menschen

VR im GamesLab

VR Hygiene

Masken und mehr ...

von Mato Charlier - LVR-Klinik in Düsseldorf


Bei jeder VR-Anwendung sollte die Hygiene einen besonderen Stellenwert erhalten - nicht nur zu Zeiten von Corona.
Denn immer, wenn VR-Brillen getragen werden, entsteht indirekt Körperkontakt.
Der Träger hat die Brille für mehrere Minuten (oder länger) eng auf dem Gesicht sitzen, wodurch eine Tröpfcheninfektion zum Problem werden kann.
Um dieses Problem zu umgehen, gibt es bereits einige Lösungen, die den Kontakt zu empfindlichen Stellen an der VR-Brille und somit das Risiko minimieren, sich per Tröpfcheninfektion zu infizieren.

Es gibt vier verschiedene Möglichkeiten:

1. VR-Hygienemaske

Diese wird wie ein Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt.
Die Maske besteht aus Baumwollstoff oder medizinischem Vliesstoff.
Dies ist eine kostengünstige Lösung, allerdings wird viel Müll produziert. Auch kann das Aufsetzen der VR Brille etwas umständlich empfunden werden. Alternativ gibt es Hygiene Masken, welche direkt auf das Polster aufgeklebt werden.

2. Silikon-Cover

Eine ebenfalls kostengünstige Lösung stellt ein Silikon - Cover dar, welches über das bereits vorhandene Gesichtspolster gezogen wird.
Diese Silikon - Cover lassen sich gut mit Flächendesinfektionstüchern reinigen. Dem Tragecomfort schadet es überhaupt nicht und das Aufsetzen der Brille ist nicht gestört.
Zu beachten sind allerdings etwaige allergische Reaktionen, welche im Einzelfall hervorgerufen werden können.
Der Nachteil dieser Lösung ist, dass die Brille nach jedem Tragen zunächst desinfiziert werden muss, bevor sie weitergegeben werden kann. Die Einwirkzeiten müssen hierbei beachtet werden.

3. Wechsel-Gesichtspolster

Eine etwas kostspieligere Lösung sind Wechsel-Gesichtspolster.
Diese eignen sich gut für den schnellen Wechsel der Brille, da jeder Teilnehmer ein eigenes (Leih-)Gesichtspolster bekommt, welches leicht gereinigt und dann wieder verwendet werden kann.
Die Polster gibt es von verschiedenen Anbietern und werden in unterschiedlichen Stärken angeboten.
Auch für Brillenträger gibt es spezielle Polster, bei welchen Aussparungen für die Brillenbügel eingearbeitet sind.
Hier wird auf die Brille ein spezielles "Facial Interface" aufgebracht und mit Klettverschlüssen versehen ist.
So kann vor der Benutzung einfach das jeweilige Gesichtspolster aufgebracht werden.
Anschließend wird dieses Polster dann einfach abgezogen und kann später nochmal verwendet werden oder einfach direkt gereinigt werden.

4. Clean-Box

Die mit Abstand teuerste Lösung ist die sogenannte Clean-Box.
Hierbei wird die VR-Brille in eine Box eingehängt und mit UV-C-Licht bestrahlt. So werden 99,9 % aller Bakterien und Viren abgetötet. Der Vorgang benötigt 60 Sekunden.
Grobe Verschmutzungen, wie zum Beispiel Make-Up, müssen zunächst manuell entfernt werden.
Da eine solche Box recht hochpreisig ist, gibt es alternativ mittlerweile Anbieter, welche diese vermieten und Komplettlösungen anbieten.

Als weitere potenzielle Infektionsquelle sind noch die benutzten Handcontroller des jeweilig genutzten Systems zu nennen. Keime und Viren werden meist über die Hände übertragen.
Deswegen ist eine ausreichende Händedesinfektion vor und nach der Benutzung der VR-Controller sehr wichtig.
Die Controller selbst sollten auch nach der Benutzung mit Flächendesinfektionstüchern abgewischt werden.
Auch für die Controller gibt es Bezüge aus Silikon, die das Material der Controller bei häufiger Flächendesinfektion schonen und somit die Langlebigkeit erhöhen.


Foto: Hannah Heimbuchner

Hannah Heimbuchner

MediaLab/GamesLab
Medienbildung

Raum: 401

Foto: Dirk Poerschke

Dirk Poerschke

MediaLab/GamesLab
Medienbildung

Raum: 401