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Medienbildung

Spieletester Düsseldorf

Redaktionsgruppen zu digitalen Spielen

Jugendliche mit Controllern

Gemeinsam mit der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, dem ComputerProjekt Köln e. V. und mit Förderung des Landes NRW unterstützt das LVR-Zentrum für Medien und Bildung mit dem Spieleratgeber NRW einen pädagogischen Ratgeberservice zu Computer- und Konsolenspielen für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen.

Der Ratgeber ist eine pädagogische Ergänzung zur gesetzlichen Alterskennzeichnung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und thematisiert das Thema Computer- und Konsolenspiele in erster Linie unter medien- und bildungspädagogischen Gesichtspunkten. In den Spieletester-Gruppen testen und beurteilen Kinder und Jugendliche unter Anleitung erfahrener Medienpädagoginnen und -pädagogen aktuelle und interessante Spiele. So werden die jungen Gamer in redaktionelle Prozesse und aktive Medienarbeit mit eingebunden. Die Rezensionen der Spieletester finden sich auf den Seiten des Spieleratgebers NRW.

Im GamesLab treffen sich die Spieletester regelmäßig, um die neuesten Spiele genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird viel Wert auf die Recherche zu den vorliegenden Spielen gelegt und nicht jedes Spiel erhält am Ende eine gute Bewertung der Tester. Dem Kompetenzbereich "Analysieren und Reflektieren" des Medienkompetenzrahmens NRW entsprechend, wird in der pädagogischen Arbeit mit den Spieletestern deren Fähigkeit zur kritischen Reflexion gefördert.

Beispiele der Arbeit unserer Tester finden Sie hier:

Dreams wurde im August 2019 auf der gamescom als bestes Spiel mit dem Best of gamescom Award ausgezeichnet. Bis Februar 2020 konnte man schon vor der offiziellen Veröffentlichung für die PS4 eigene Spiele entwerfen und die der anderen “Dreamer” spielen. Dazu werden unterschiedliche Werkzeuge miteinander verbunden, wie z.B. geometrische Formen, unzählige Design-Vorlagen, Farben und ein eigenes Musik-Tool. Dreams will damit ein Kreativ-Baukasten sein. Schon heute gibt es eine Menge interessante Spielideen. Die Paletten der Tools erweitern sich ständig und der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Wenn es richtig gut werden soll, macht das aber auch eine Menge Arbeit. Kann sich aber lohnen, denn die besten Ideen werden jährlich ausgezeichnet.
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Florence: Das interaktive Abenteuer erzählt die Geschichte einer ersten Liebe. Protagonistin Florence Yeoh lernt mit 25 Jahren den Cellospieler Krish kennen und beide verlieben sich ineinander. Wir erleben ihren ersten Streit, aber auch, wie beide aneinander wachsen. Das wird so gefühlvoll in Szene gesetzt, dass trotz des geringen Spielanteils niemals Langeweile aufkommt.
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Forager baut auf dem altbewährten Spielprinzip des Sammelns auf. Man startet auf einer kleinen grünen Insel und erschafft sich durch das Abbauen diverser Objekte, wie Bäume, Steine, Blumen etc., langsam eine große und abwechslungsreiche Inselwelt. Je mehr der Sammelwut freien Lauf gelassen wird, desto mehr Möglichkeiten erschließen sich für die Spieler*innnen. Die Fähigkeiten Rohstoffe abzubauen werden, je mehr man sammelt, stetig verbessert. Diese Erfahrungswerte können dann wiederum helfen, andere Rohstoffe zu sammeln und zu verwerten. Obwohl das schon alles ist, was das Spiel an Aktion zu bieten hat, zieht Forager seinen Spieler in seinen Bann.
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Deltarune ist der Titel des neuesten Spiels des Komponisten und Spieleentwicklers Toby Fox. Sein erstes, von Kritikern gefeiertes Rollenspiel Undertale finanzierte er mithilfe von knapp 3.000 Unterstützern und 50.000 Dollar über Kickstarter und landete damit 2018 auf den vorderen Rängen der Verkaufszahlen digitaler Spiele. Im Eigenvertrieb einen solchen Erfolg zu erreichen, kommt eher selten vor. Solch eine Erfolgsgeschichte spricht sich natürlich rum und erreichte auch unsere Tester*innen.
Das erste Kapitel von Deltarune teilt sich einige Charaktere mit Undertale, ist jedoch keine Fortsetzung der Handlung, sondern spielt in einer anderen Welt. Wie und ob die beiden Titel zusammenhängen, ist bisher nicht bekannt. In Deltarune erzählt Toby Fox die Geschichte der Hauptfigur Kris, Adoptivkind der Familie der Dreemurrs, welcher als einziger Mensch in der Stadt Hometown lebt, die sonst ausschließlich von Monstern bewohnt wird. Das Abenteuer beginnt damit, dass Susie, ein Monster, und Kris auf unerklärliche Weise in eine fremde Welt gelangen. Auf ihrem Weg müssen sie vielen Hindernissen trotzen, die, wie schon in Undertale, entweder friedlich verlaufen oder tödlich enden können. Auf ihrem Weg treffen sie auf den Charakter Ralsei, der erklärt, dass diese drei Helden das Gleichgewicht von Licht und Dunkel wiederherstellen könnten. Ihr großer Widersacher ist der König der "Dark World", der das zu verhindern sucht.
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The Uncertain - Last Quiet Day: Das russische Independent Studio ComonGames brachte mit The Uncertain - Last Quiet Day den ersten Teil einer als Reihe angelegten Geschichte in einer postapokalyptischen Welt heraus. Die menschliche Zivilisation ist untergegangen. Zurückgeblieben sind ihre Roboter, die sich in Unverständnis über die Unlogik ihrer Erschaffer inmitten einer verdreckten Umwelt neu organisieren müssen. Ist eine auf Logik und analytisch-digitaler Stringenz basierende neue Gesellschaft der Maschinen die Antwort auf diese Katastrophe? Fragen über Fragen, welche The Uncertain – Last Quiet Day beantworten will.
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Ihr Ansprechpartner:

Foto: Dirk Poerschke

Dirk Poerschke

MediaLab/GamesLab
Medienbildung

Raum: 401