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Forced Abroad
„Auf Befehl der Deutschen Wehrmacht müssen sich alle Männer im Alter zwischen 17 und 40 Jahren für den Arbeitseinsatz anmelden...."

Comic Bild zu Forced Uproad

Die Folgen von Deportation und Zwangsarbeit aus der Sicht eines 19jährigen

Trailer zum Comic

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Auf einen Blick:

Schriftzug "Geräte" vor grünem Hintergrund

Forced Uproad ist kostenlos und ohne In-App-Käufe

Erhältlich im:

Link: App Store

Link: Google Play

Schriftzug "Einsatz"

Fach/Kategorie: Geschichte und Erinnerungskultur

Alter: Pädagogische Einschätzung ab 12 Jahre

Digitale Technologien haben in den letzten Jahren in vielen Bereichen der Gesellschaft Gewohnheiten verändert und neue Möglichkeiten eröffnet.
Dies gilt auch für die Erinnerungskultur.
In den digitalen Erlebniswelten finden wir dabei nicht nur Unterhaltung, sondern Sozialisierungs-, Informations- und Identitätsangebote, die unser Geschichtsbild prägen können.
Forced Uproad schildert in einem interaktiven Comic die Leiden, die Zwangsarbeit der Zivilbevölkerung der Niederlande im Zuge der NS-Besatzungsherrschaft.
Es basiert auf den originalen, überlieferten Tagebucheinträgen des 19-Jährigen Zwangsarbeiters Jan Henrik Bazuin.
Der interaktive Comic wurde in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München als Teil des Projektes „Departure Neuaubing – Europäische Geschichte der Zwangsarbeit“ entwickelt.
Freischaltbare Glossartexte ordnen verschiedene Alltagsgegenstände in einen größeren Kontext ein.
Die Lesezeit erstreckt sich auf bis zu zwei Stunden.

Schriftzug "How to"

NS-Besatzungsherrschaft und der Themenkomplex Zwangsarbeit

Die Razzia von Rotterdam am 10. und 11. November 1944 war die größte Razzia, die die deutschen Besatzer während des Zweiten Weltkriegs in den Niederlanden durchführten.
Unter dem Eindruck der Zwangsdeportation von über 50.000 Männern beginnt der 19jährige Jan Henrik Bazuin ein Tagebuch über seine Erlebnisse zu führen. Eine düstere Reise, die ihn bis ins Zwangsarbeiterlager Neuaubing bei München führt. Die Hilflosigkeit von Jan Henrik Bazuin sich dieser Situation zu entziehen, das passive Erleiden dieser Verbrechen wird in Forced Abroad nicht mit brutalen Effekten überhöht. Sondern, die App hält sich an die überlieferten Tagebucheinträge eines jungen Menschen.
Eine Einflussnahme auf den Verlauf der Geschichte von Seiten des Lesers ist nicht vorgesehen.
Gerade deshalb wirkt die App besonders einfühlsam und macht das Thema Zwangsarbeit auch für den pädagogischen Einsatz mit Jugendlichen sehr geeignet. Nicht nur als Ausgangspunkt für weitere wichtige Diskussionen, sondern auch als Möglichkeit das Schwanken zwischen Hoffnung und Resignation in einer solchen Situation medial erfahrbar zu machen.

Schriftzug "Praxis"

Bewegende, authentische Geschichte

Barbara Yelin zählt zu den bekanntesten deutschen Comic-Künstler*innen und mit PAINTBUCKET GAMES, den Machern des preisgekrönten Spiels "Through the Darkest of Times" hat das NS-Dokumentationszentrum München ein zu wenig beachtetes düsteres Kapitel deutscher Geschichte eindrucksvoll umsetzen lassen.
Die Folgen der Deportation und Zwangsarbeit aus der Sicht eines 19jährigen zu thematisieren eröffnen der Geschichtsaufbereitung und Erinnerungskultur, gerade auch für Jugendliche, einen sehr persönlichen Zugang.
Wir kannten die "Aktion Rosenstock" und die damit verbundene Razzia von Rotterdam im Vorfeld nicht.
Nach Forced Abroad werden wir das nie wieder vergessen.