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Medienplanung

Villa Merländer Krefeld

Neue Medien für die Dauerausstellung zu »Krefeld und der Nationalsozialismus«

Die ständige Ausstellung in den Räumen der Villa Merländer sollte neue Medienstationen zur zeitgemäßen Vermittlung besonders auch für Schülerinnen und Schüler erhalten.
An einem alten Telefon können Besucherinnen und Besucher auf Knopfdruck Denunziationen, die die Gestapo aus der Bevölkerung erhielt, anhören.
Im nächsten Raum dient die Tür des Notausganges als Projektionsfläche für Berichte über das Novemberpogrom in Krefeld.
Schauspielerinnen und Schauspieler haben die Texte eingesprochen oder vor der Kamera vorgetragen; das LVR-Zentrum für Medien und Bildung in Düsseldorf hat diese Installationen dramaturgisch gestaltet und technisch realisiert. Gerade die zurückhaltende und auf das Wesentliche reduzierte Inszenierung verstärkt die nachhaltige Wirkung der Originaltexte aus Tagebüchern, Polizeiberichten oder Gestapo-Akten. Eine Klangcollage aus einem Volksempfänger im Eingangsbereich und Geräuscheinspielungen im Luftschutzkeller machen das Zeitgeschehen akustisch spürbar.

Hintergrundinformationen
Realisierung 2015 - 2016
Eröffnung 18. Februar 2016
Auftraggeber NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld, Villa Merländer
Aufgabe Die bestehende Ausstellung sollte mit einigen Medien ergänzt werden. Um die kleinen Räume nicht mit Medienstationen zu überfrachten, wurden diese mit wenigen bewegten Bildern und Audios ergänzt: Klangcollage auf dem Volksempfänger, Projektion auf einer Tür, Hörstation auf einem alten Telefon und eine Soundcollage im Luftschutzkeller.
Leistungen Beratung und Konzeptentwicklung für die Medienstationen, Produktion der Projektion: Dramaturgie, Dreh mit Schauspieler/innen, Sprachaufnahme Anmoderation, Postproduktion; Sprachaufnahme und Tonbearbeitung für Audiostation. Medientechnikplanung, Hardwareauswahl, Vorbereitung der Vergabe der Medientechnik, Einbau des Volksempfängers und des Telefons, Objektüberwachung, Testaufbauten, Abnahmen, Produktionsleitung
Team Projektleitung, Konzeption und Beratung: Angela Giebmeyer, Tom Lovens; Kamera und Schnitt: Heiko Walter; Regie: Julia Dillmann, Audioproduktion: Linda König, Heiko Walter
Ensemble Jonathan Schimmer, Philip Schlomm, Alexander Steindorf, Christiane Lemm, Meike Fuhrmeister, Matthias Fuhrmeister, Julia Goldberg
Sprecher Hans Bayer, Jonathan Schimmer, Alexander Steindorf, Christian von zur Gathen, Oldrik Scholz, Birte Wallenborn, Laura Schlegel, Julia Dillmann, Bernt Hahn

Ansprechpartner

Foto: Angela Giebmeyer

Angela Giebmeyer

Wissenschaftliche Referentin
Produktionsleitung

Raum: 317